Artikel aus dem Vorpommern Kurier vom 26.04.2017, Seite 14:

Von Anne-Marie Maaß

Euro BanknotenFrüher als von manchem Stadtvertreter gedacht wurde der Haushalt von der Verwaltung auf den Tisch gebracht. Doch der Finanzausschuss drückt nun auf die Bremse – er will mehr Beratungszeit.

Anklam. Mehr als drei Stunden haben die Mitglieder des Anklamer Finanzausschusses am Montagabend über den Papieren gebrütet. Was sie dort vor auf dem Tagungstisch vor sich liegen hatten, war wie in jedem Jahr schwere Kost: Die Haushaltsunterlagen 2017 sollten besprochen werden. Dieses Mal soll der nur für ein Jahr gelten. „Wenn man kein Geld hat, bringt ein Doppelhaushalt nichts“, so Kämmerer Detlef Butzke.
Was bei den Dokumenten am Montagabend fehlte, war ein entsprechendes Haushaltssicherungskonzept. Dieses soll erst nach der Arbeit des von Schwerin angedachten externen Beraters vorgelegt werden. Der Gutachter nimmt jedoch erst in dieser Woche die Arbeit in Anklam auf. Frühestens im Herbst werde man wohl zu einem Beschluss über ein entsprechendes Sicherungskonzept kommen können, so der Kämmerer.
Eigentlich war dementsprechend auch mit dem Haushalt so früh noch gar nicht zu rechnen. Immerhin: Haushalte sollten erst wieder genehmigt werden, wenn bereits der Jahresabschluss für 2013 vorliegt, lautete die Maßgabe des Innenministeriums. Ein Sicherungskonzept ist bei einem defizitären Haushalt zudem ebenfalls Pflicht. Damit war über einen Haushaltsentscheid frühestens erst zur Sommerpause in Anklam zu rechnen. ...weiterlesen "NK: „Anklams Finanzer vertagen Entscheidung über den Haushalt“"

Artikel aus dem Vorpommern Kurier vom 6. April, Seite 17:

Von Claudia Malangré

10 000 Euro könnten dem Demokratiebahnhof winken, wenn er den Sonderpreis „Kultur öffnet Welten“, für den er nominiert ist, tatsächlich gewinnt. Am Mittwoch gab‘s nun einen Vor-Ort-Termin mit einem Teil der Jury. Die zeigte sich begeistert.

Anklam. Volles Haus im Anklamer Demokratiebahnhof. Am Mittwoch waren dort nicht nur zahlreiche Jugendliche und Ehrenamtliche vor Ort, sondern auch Anklamer Politiker und Vertreter des Netzwerks Junge Ohren e.V. aus Berlin. Deren Besuch wurde mit Aufregung erwartet. Geschäftsführerin Lydia Grün gehört nämlich zur neunköpfigen Jury für den deutschen Sonderpreis „Kultur öffnet Welten“, für den der Demokratiebahnhof nominiert ist (der Nordkurier berichtete). Zu diesem Anlass hatte das Team des Demokratiebahnhofs das Gebäude noch einmal besonders schick gemacht. In allen Räumen hingen Schilder, die zeigten, was in Zukunft dort entstehen soll. Zudem waren die Leiter sämtlicher Projektgruppen vor Ort.
Zur Begrüßung ließ Bürgermeister Michael Galander ein paar lobende Worte fallen: „Wir haben hier etwas gewagt, das nicht alltäglich ist“, sagte er. Jugendlichen Freiräume zu lassen und sie selbst entscheiden zu lassen, was sie mit einem Gebäude tun möchten, sei nicht leicht durchzusetzen. Er sei froh, dass das in Anklam geglückt sei. Um der Jury noch einmal einen Wink zu geben, deutete er an, dass man eine Auszeichnung mit einem der drei Hauptpreise auch aus finanzieller Sicht besonders begrüßen würde. Für die Nominierung gibt es zwar schon 2500 Euro, den drei Preisträgern winken allerdings sogar 10 000 Euro, und die würde auch Galander gerne nach Anklam fließen sehen.
Lydia Grün machte deutlich, dass die Entscheidung für die Sieger ohnehin schon gefallen sei. Einfluss auf die Bestimmung der Preisträger, die am 26. April in Düsseldorf bekannt gegeben werden, konnte am Mittwoch also nicht mehr genommen werden. ...weiterlesen "NK: „Demokratiebahnhof kann Jury auch vor Ort überzeugen“"

Artikel aus dem Vorpommern Kurier vom 30.03.2017, Seite 21:

Von Veronika Müller

Während die Greifswalder bereits zum dritten Mal an der Aktion „Stadtradeln“ teilnehmen, winken die Anklamer nur müde ab.

Anklam. Es geht um Klimaschutz und mehr Bewegung. Die bundesdeutsche Kampagne „Stadtradeln“ hat im vergangenen Jahr 496 Kommunen in Sachen Radeln für die Umwelt mobilisiert. Die Kreisstadt Greifswald beteiligt sich bereits zum dritten Mal – 2016 legten in 21 Tagen 723 Radler in 47 Teams 141 689 Kilometer zurück. Ein Erfolg, der nach eigenem Bekunden möglichst getoppt werden soll. Das kann Anklam auch – so jedenfalls dachten es sich die Mitglieder der SPD-Fraktion und legten der Stadtvertretung ein entsprechendes Papier vor. ...weiterlesen "NK: „Anklam sagt Nein zur Klima-Aktion ‚Stadtradeln'“"

Artikel aus dem Vorpommern Kurier vom 29.03.2017, Seite 13:

Von Veronika Müller

Euro BanknotenRund 170 000 Euro könnte die Stadt Anklam im nächsten Jahr mehr in der Kasse haben, wenn man nicht mehr so viele Zwangsabgaben an den Kreis zahlen müsste. Die SPD schlug der Stadtvertretung vor, sich dafür einzusetzen. Doch die lehnte ab und bezeichnete den Vorstoß als Wahlkampfgetöse.

Anklam. Im Landkreis Vorpommern-Greifswald geht es jeder dritten Gemeinde finanziell so schlecht, dass sie faktisch keine Spielräume mehr für die Gestaltung ihrer Kommune hat. Solche Orte sind in erheblichem Maße von zusätzlichen Geldern oder Fördermitteln abhängig. Da bildet Anklam keine Ausnahme. Eine bittere Tatsache, die die städtische SPD-Fraktion auf eine Idee brachte. Ihr Vorschlag: Die Kreisumlage um zwei Prozent von jetzt 47 auf 45 Prozent zu senken. „Denn die bisherige Kreisumlage ist die zweithöchste im Land“, sagte Frakionschef Uwe Schultz und wies daraufhin, dass der Durchschnitt bei 45,33 Prozent liege. ...weiterlesen "NK: „Arme SPD: Sparidee als „Walhkampf“ abgebügelt“"